SELBSTREGULATION UND SELBSTSCHUTZ FÜR HELFENDE:

Selbstregulation und Selbstschutz für Helfende

Bildungszentrum und Netzwerk helpers circle

Wir alle sind auf die Hilfe von ehrenamtlich und hauptamtlich helfenden Menschen angewiesen. Doch all zu oft erkranken und zerbrechen Helfende oder auch ganze Hilfesysteme an fehlender Unterstützung für sie selber. Keine Berufsgruppe ist so von quantitativer (zu viel Belastung) und qualtitativer (zu intensive Belastung) Überforderung bedroht wie die Gruppe der  Helfenden. Die Folgen sind häufig Überforderung, Überarbeitung, Burnout und die Folgen von Sekundärtraumatisierung.

Im Bildungszentrum helpers circle finden Helfende durch Fortbildungen und Veranstaltungen zu den Themen Selbstregulation und Selbstschutz auf Basis von Traumafachwissen (Somatic Experiencing®) die fachliche Grundlage dafür, damit sie langfristig gut und gesund als Helfende arbeiten können.

Im Netzwerk helpers circle gibt es vielfältige Angebote von Trainer*innen, die alle ein solides Fachwissen über die Funktionsweise des Nervensystems haben und dies in ihre Angebote mit integrieren.

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helpers circle - Selbstregulation und Selbstschutz für Helfende

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Veranstaltungen des Bildungszentrums und Netzwerkes helpers circle

Wer sind Helfende?

„Wir möchten, dass sie langfristig gut und gesund als Helfende*r arbeiten können.“

Kati Bohnet

Helfende Menschen sind Personen, die haupt- oder ehrenamtlich mit Menschen arbeiten und im Rahmen ihrer Arbeit oder ihrer Lebenssituation ihre eigenen Bedürfnisse zeitweise unterordnen, um Menschen mit besonderen Bedürfnissen zu dienen, zu helfen, sie zu unterstützen.

Ganz konkret gehören folgende Personengruppen bzw. Menschen aus folgenden Bereichen zu der Gruppe der Helfenden:

Erzieher*innen, Lehrkräfte, Sozialen Arbeit, (Kranken-)Pfleger*innen, Ärzt*innen, Polizei, Feuerwehr, Jugendamt, Beratungsstellen, Hebammen, Doulas, Heil­praktiker*innen, Jurist*innen und Richter*innen, Massage, Logopädie, Ergo­therapie, Psychotherapie, Physiotherapie, Körper­thera­pie, (Pflege-)Eltern, Großeltern, Partner*innen, Freund*innen, Ehren­amtliche in der Arbeit mit Geflüchteten / Senior*innen, Krisenintervention, Humanitäre Hilfe, Seenotrettung, Trauer­begleitung, Sterbebegeleitung, Seelsorge, Dolmetscher*innen, etc.

Bildungszentrum helpers circle

Das Bildungszentrum helpers circle bildet Helfende aus allen Bereichen zu den Themen Traumakompetenz und Selbstschutz fort. Informieren Sie sich hier über die Möglichkeiten, Ihre Kompetenzen zu erweitern und mehr Arbeits- und Lebensqualität herzustellen.Schon immer war die Arbeit mit Trauma nicht nur speziell ausgebildeten Therapeut_innen vorbehalten. Nahezu alle sozial tätigen Berufsgruppen waren schon immer mit Trauma, Traumaprävention, Traumasymptomen und Traumafolgen konfrontiert.Auch wenn dies nichts Neues ist, sind die Themen Trauma und Selbstregulation noch immer nicht obligatorisch in den Ausbildungen und Studiengängen der sozialen Berufe vorgesehen. Viele soziale Berufsgruppen fühlen sich bei diesen Themen überfordert, hilflos und geraten an ihre Belastungsgrenzen.

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Selbstregulation und Selbstschutz für Helfende

Die 3 x 3 tägige Fortbildung stärkt Helfende, indem sie theoretisch und praktisch erfahren, wie sie die auf ihren Überlebensimpulsen (Angriff/Flucht/Erstarrung) basierenden Signale des eigenen Körpers besser wahrnehmen und deuten können. Sie können dadurch erste Anzeichen von Überforderung und Überarbeitung früher erkennen und durch geeignete Interventionen ihr Nervensystem bei der Selbstregulation unterstützen. Die Fähigkeit der Selbstregulation, die Stärkung der eigenen Grenzen, Emotionale Erste Hilfe und Selbstfürsorge können die Helfenden zum einen für sich selbst anwenden, und zum anderen auch im Rahmen ihrer helfenden Tätigkeit einsetzen. Basis der Fortbildung ist das neurobiologische und psychologische Wissen aus der Traumaforschung, insbesondere Somatic Experiencing® nach Dr. Peter Levine und der Polyvagal-Theorie nach Dr. Stephen Porges.

Emotionale erste Hilfe

Als Helfende sind Erwachsene oft darauf angewiesen, in herausfordernden Situationen einen klaren Kopf zu bewahren, um mit all ihrem Können und Wissen andere Menschen zu unterstützen. Dadurch sind sie in der Lage, den natürlichen Selbstregulationsprozess in stressreichen, überfordernden oder überwältigenden Situationen wieder in Gang zu bringen. So können Helfende einer eigenen Traumatisierung vorbeugen bzw. aus einer hohen Aktivierung wieder in einen regulierteren Zustand gelangen und mit Zugriff auf all ihre Fähigkeiten den ihnen anvertrauten Menschen bestmöglich zur Seite stehen. Gleichzeitig sind es Übungen, die Helfende auch mit Klient*innen, Betreuten Personen, Patient*innen, Schüler*innen, Kindern durchführen können, um diesen in Stresssituationen ein wirkungsvolles Werkzeug an die Hand zu geben, mit dem sie selber in der Lage sind, bei Panikattacken, großem Stress, Schlafstörungen, Aufregung, Nervosität, etc. die Stressreaktionen ihres Körpers zu verringern.

Die Übungen zur Stressregulation unterstützen auf spielerische und körperliche Art und Weise unser Nervensystem dabei, wieder in einen möglichst regulierten, ruhigeren Zustand zurückzukehren.

Für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter hat Kati Bohnet die Übungen kindgerecht in die Geschichte des Schmetterlings Jona eingebettet. So können Lehrkräfte, Eltern und andere Bezugspersonen bereits mit jungen Kindern sowohl in der Gruppe wie auch einzeln im Morgenkreis, vor dem Essen, zur Mittagsruhe, vor Klassenarbeiten und Vorträgen, zum Schlafengehen oder bei Aufregung diese Übungen zur Stressregulation anwenden und so ihr Nervensystem dabei unterstützen, in einen Zustand zu gelangen, in dem Ruhe, Erholung, Konzentration, Achtsamkeit und soziale Kontaktfähigkeit möglich sind.

NETZWERK helpers circle

Im Netzwerk helpers circle finden Sie Angebote zur Selbstfürsorge und auch zur Weiterbildung für Helfende. Die Trainer*innen haben alle ein fundiertes Wissen über die Funktionsweise des Nervensystems. Sie sind entweder ausgebildte Traumatherapeut*innen (Somatic Experiencing®) nach Dr. Peter Levine oder haben im Bilsungszentrum helpers circle an der 9-tägigen Fortbildung “Selbstregulation und Selbstschutz für Helfende” teilgenommen.

Sie können davon ausgehen, dass alle Trainer*innen wissen, wie sie einen möglichst sicheren Ort herstellen können, den Raum halten können, ihre Kurse so aufbauen können, dass Selbstregulation gefördert und nicht das Nervensystem überfordert wird. Und in Situationen von Dissoziation oder Panik können die Trainer*innen Emotioanle Erste Hilfe leisten.

Erleben Sie die besondere Qualtität in diesen Angeboten.

über uns

Die Idee zum Bildungszentrum und Netzwerk ist 2014 in einer Mittagspause mit Ale Duarte entstanden, als er von den Herausforderungen von Disaster Response Teams im Einsatz in Krisengebieten oder nach Naturkatastrophen ging.
Er erzählte, dass die Teams häufig zerbrächen, da sie in der Zeit des Einsatzes nur für andere da seien und kaum auf ihre eigenen Kräfte, Bedürfnisse und Teamprozesse achteten. Viele der ihm bekannten Teams hätten sich nach fantastischen Einsätzen überworfen und seien im Streit auseinander gegangen.

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Kati Bohnet wurde 1978 im Sauerland geboren, studierte Mathematik und Informatik in Münster, lebte in Nicaragua und nun mit ihren beiden jugendlichen Söhnen in Berlin.
Sie ist Integrative Gestalttherapeutin und Somatic Experiencing (SE)® Praktizierende (SEP) in eigener Praxis in Berlin-Friedrichshain. Seit 2007 sind Gestalttherapie und Somatic Experiencing® wichtige Bestandteile ihres beruflichen wie privaten Lebens.

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